Tränende Augen beim Hund: Ursachen & schnelle Hilfe

 

Warum hat mein Hund tränende Augen? Die Antwort ist einfach: Epiphora - so nennen wir Tierärzte das übermäßige Tränen - kann harmlose Gründe haben, aber auch auf ernste Probleme hinweisen. Ich erkläre dir heute, worauf du achten musst und wann du mit deinem Liebling zum Tierarzt solltest.Als Hundebesitzer kennst du das bestimmt: Diese klaren Tränen, die manchmal aus den Augen deines Vierbeiners laufen. Bei weißen Hunden sieht man besonders gut, wie die Tränen rötlich-braune Flecken im Fell hinterlassen. Keine Sorge, das ist erstmal normal! Aber wenn die Flüssigkeit gelb oder grünlich wird oder dein Hund die Augen zukneift, wird's ernst. Dann solltest du nicht lange warten!In diesem Artikel zeige ich dir, wie du normale von problematischen Tränen unterscheidest, welche Rassen besonders betroffen sind und was du selbst tun kannst. Wir schauen uns gemeinsam an, wann Hausmittel helfen und wann wirklich der Tierarzt ran muss. Los geht's!

E.g. :Bordetella-Impfung für Hunde: Wann ist sie wirklich nötig?

Was sind tränende Augen bei Hunden?

Das Phänomen erklärt

Kennst du diese klare, wässrige Flüssigkeit, die manchmal aus den Augen deines Hundes läuft? Das nennt man Epiphora - der medizinische Begriff für übermäßiges Tränen. Besonders bei weißen Hunden fällt das auf, weil die Tränen einen rötlich-braunen Fleck im Fell hinterlassen. Schuld daran ist ein natürliches Pigment namens Porphyrin.

Tränen sind eigentlich super wichtig! Sie halten die Augen deines Lieblings feucht und geschmeidig. In den Tränenkanälen - diesen kleinen Ecken in der Nähe der Nase - sammeln sich die Tränen. Wenn dann Staub, Pollen oder ein Haarchen das Auge reizen, spült die Natur einfach alles raus. Clever, oder?

Wann wird's problematisch?

Tränende Augen sind bei Hunden total normal. Aber Achtung: Wenn die Flüssigkeit grünlich-gelb wird und dein Hund blinzelt, solltest du schnell zum Tierarzt. Das könnte auf eine Verletzung hindeuten!

Hier ein kleiner Vergleichstabelle zur Orientierung:

Art der Tränen Farbe Was tun?
Normal klar Beobachten
Problem grünlich-gelb Tierarzt aufsuchen

Symptome bei tränenden Augen

Tränende Augen beim Hund: Ursachen & schnelle Hilfe Photos provided by pixabay

Das siehst du sofort

• Übermäßige Tränenbildung
• Rötlich-braune Verfärbungen unter den Augen
• Dein Hund reibt sich oft die Augen
• Die Augen sehen glasig aus
• Die Haut unter den Augen ist ständig feucht

Warum nur ein Auge?

Hast du dich schon mal gefragt: "Warum tränt eigentlich nur ein Auge?" Gute Frage! Meistens sind beide Augen betroffen, aber manchmal steckt ein einzelnes Härchen dahinter, das das Auge reizt. Oder der Tränenkanal ist auf einer Seite verstopft - wie bei uns Menschen, wenn wir eine verstopfte Nase haben.

Übrigens: Wenn nur ein Auge betroffen ist und dein Hund Schmerzen hat, solltest du nicht lange warten. Das könnte ein Hornhautgeschwür sein!

Ursachen für tränende Augen

Reizungen und Allergien

Stell dir vor, du bekommst eine Wimper ins Auge - total unangenehm, oder? Genau so geht's deinem Hund! Häufige Auslöser sind:

• Pollen und Staub (ja, Hunde können Heuschnupfen bekommen!)
• Wimpern, die falsch wachsen
• Fehlbildungen der Augenlider
• Kleine Knötchen am Lidrand

Wusstest du, dass manche Hunderassen von Natur aus mehr tränen? Pudel, Shih Tzu und Pekinesen zum Beispiel. Die haben einfach so ihre eigenen Schönheitsfehler!

Tränende Augen beim Hund: Ursachen & schnelle Hilfe Photos provided by pixabay

Das siehst du sofort

Manche Hunde haben zu flache Augenhöhlen - da passt einfach nicht genug Platz für all die Tränen. Andere kommen ohne richtige Tränenkanäle zur Welt. Das ist wie bei einem Waschbecken ohne Abfluss - irgendwann läuft's über!

Wie der Tierarzt hilft

Die Untersuchung

Dein Tierarzt wird erstmal ganz genau hinschauen. Mit speziellen Tests kann er messen, wie viele Tränen dein Hund produziert. Das geht mit einem kleinen Papierstreifen, der für eine Minute ins Auge gelegt wird - keine Sorge, das tut nicht weh!

Falls der Verdacht auf eine Verletzung besteht, kommt vielleicht noch eine spezielle Farbe ins Spiel. Die zeigt Kratzer auf der Hornhaut an. Und mit einem kleinen Gerät wird der Augendruck gemessen - wichtig, um Glaukom auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung hängt ganz von der Ursache ab. Bei Allergien helfen oft Antihistaminika. Bei Wimpern, die falsch wachsen, kann eine kleine OP nötig sein. Und manchmal - wenn's einfach zur Rasse gehört - reicht regelmäßiges Säubern mit speziellen Tüchern.

Hier ein Tipp von mir: "Warum nicht mal probieren, die Tränenstreifen mit lauwarmem Kamillentee zu reinigen?" Aber Vorsicht - nur die Haut behandeln und nichts ins Auge kommen lassen!

Langzeitpflege bei tränenden Augen

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Das siehst du sofort

Allergien sind leider nicht heilbar, aber gut behandelbar. Manche Hunde brauchen nur im Frühjahr Medikamente, andere das ganze Jahr über. Es gibt alles von freiverkäuflichen Mitteln bis zu speziellen Präparaten vom Tierarzt.

Routine ist alles

Bei Rassen, die zu tränenden Augen neigen, wird die Pflege zur täglichen Routine. Spezielle Reinigungstücher halten die Haut trocken und beugen Infektionen vor. Wichtig: Immer schön vorsichtig sein und nichts ins Auge bringen!

Mein persönlicher Favorit sind die Angels Eyes® Tear Stain Wipes. Die sind extra sanft und helfen gegen die lästigen Verfärbungen. Bei hartnäckigen Fällen können auch antiseptische Tücher helfen - aber nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt!

Häufige Fragen

Wann muss ich mir Sorgen machen?

Wenn dein Hund zwar tränt, aber ansonsten fit ist, kannst du das beim nächsten Routinecheck ansprechen. Aber bei Schmerzen, Appetitlosigkeit oder anderen Symptomen - ab zum Tierarzt!

Tut das weh?

In den meisten Fällen nicht. Manchmal juckt es ein bisschen, aber schlimme Schmerzen sind selten. Trotzdem sollte man die Ursache abklären lassen!

Können Allergien schuld sein?

Aber klar! Genau wie bei uns Menschen. Pollen, Staub oder bestimmte Futterbestandteile können die Augen zum Tränen bringen.

Denk dran: Dein Hund kann dir nicht sagen, wenn etwas nicht stimmt. Also sei aufmerksam und pflege seine Augen regelmäßig. So bleibt der Blick deines Lieblings klar und strahlend!

Wie beeinflusst die Ernährung tränende Augen?

Futterallergien als unterschätzte Ursache

Wusstest du, dass bis zu 10% aller Hunde mit tränenden Augen eigentlich auf bestimmte Futterbestandteile reagieren? Häufige Übeltäter sind Weizen, Soja oder künstliche Zusatzstoffe. Mein Nachbarhund Max hatte monatelang tränende Augen - bis seine Besitzerin auf ein hypoallergenes Futter umstellte!

Hier ein kleiner Test für dich: Wenn die Tränenfluss zunimmt, nachdem du das Futter gewechselt hast, könnte das ein Hinweis sein. Probiere doch mal eine Eliminationsdiät - beginne mit einer einzigen Proteinquelle (z.B. Lamm) und beobachte die Veränderungen über 2-3 Wochen.

Wichtige Nährstoffe für gesunde Augen

Bestimmte Vitamine und Mineralien sind wie kleine Bodyguards für die Augen deines Hundes. Vitamin A stärkt die Hornhaut, während Omega-3-Fettsäuren Entzündungen reduzieren. Ich persönlich mische meiner Hündin regelmäßig etwas Karottenpüree ins Futter - die enthaltene Beta-Carotin ist ein natürlicher Augenschutz!

Nährstoff Wirkung Natürliche Quellen
Vitamin A Stärkt Hornhaut Leber, Karotten, Spinat
Omega-3 Reduziert Entzündungen Lachs, Leinöl, Chiasamen

Hausmittel vs. professionelle Behandlung

Sanfte Reinigungstechniken

Manchmal braucht es gar keine teuren Produkte! Ein weicher Waschlappen mit lauwarmem Wasser tut's oft auch. Wichtig: Immer von der Nase nach außen wischen, um Schmutz nicht tiefer ins Auge zu schieben. Mein Tipp: Verwende für jedes Auge eine separate Ecke des Tuches, um Keime nicht zu übertragen.

Warum eigentlich nicht einfach Kamillentee? Gute Frage! Kamille kann zwar beruhigen, aber bei falscher Anwendung auch reizen. Besser sind spezielle Augentücher aus der Apotheke - die haben den perfekten pH-Wert für Hundeaugen.

Wann Hausmittel nicht reichen

Wenn dein Hund seit Tagen die Pfote über die Augen wischt oder sich ständig am Boden reibt, wird's Zeit für den Profi. Ich erinnere mich an Bello aus der Nachbarschaft - seine Besitzer dachten an harmlose Allergien, dabei hatte er ein eingewachsenes Wimpernhärchen, das nur der Tierarzt erkennen konnte!

Übrigens: Niemals menschliche Augentropfen verwenden! Die Dosierung ist völlig anders und könnte mehr schaden als helfen. Bei Rötungen lieber zum Tierarzt gehen, der spezielle Hundeaugentropfen verschreiben kann.

Rassespezifische Besonderheiten

Warum leiden kleine Rassen häufiger?

Kleiner Hund, kleiner Schädel - weniger Platz für Tränenkanäle! Bei Mops, Bulldoggen und ähnlichen Rassen sind die Tränenwege oft geknickt oder verengt. Das ist wie bei einem Gartenschlauch mit Knick - das Wasser findet einfach keinen ordentlichen Abfluss!

Witziger Fakt: Manche Züchter nennen das liebevoll "Rassenschminke". Aber wir sollten trotzdem darauf achten, dass es nicht zu Hautirritationen führt. Regelmäßiges Trockentupfen mit Kosmetiktüchern kann Wunder wirken.

Langhaarige Hunde und ihre Herausforderungen

Stell dir vor, du hättest ständig Haare im Gesicht - nervig, oder? Bei langhaarigen Rassen wie dem Malteser oder Yorkshire Terrier können Haare tatsächlich die Augen reizen. Ein regelmäßiger "Augen-Haarschnitt" ist da Gold wert. Mein Friseur-Tipp: Benutze eine abgerundete Schere und halte sie parallel zum Lidrand, um Verletzungen zu vermeiden.

Übrigens: Manche Hundebesitzer binden die Haare mit kleinen Zöpfchen zusammen - sieht niedlich aus und hält die Sicht frei. Aber Vorsicht, nicht zu straff ziehen, sonst gibt's Protest!

Vorbeugende Maßnahmen

Umweltfaktoren im Blick behalten

Rauch, starke Zugluft oder überheizte Räume können die Augen deines Hundes genauso reizen wie deine. Ich lüfte deshalb regelmäßig und vermeide Luftbefeuchter direkt in Hundehöhe. Ein kleiner Trick: Stelle eine Schüssel mit Wasser in die Nähe des Schlafplatzes - das hält die Luftfeuchtigkeit konstant.

Wusstest du, dass sogar das Autofenster eine Gefahr sein kann? Wenn dein Hund liebend gerne den Kopf raushält, können kleine Insekten oder Staubpartikel die Augen reizen. Eine Hundebrille (ja, die gibt's wirklich!) oder ein teilweise geschlossenes Fenster schafft Abhilfe.

Regelmäßige Gesundheitschecks

Einmal im Monat solltest du die Augen deines Hundes bei gutem Licht kontrollieren. Schau nach Rötungen, Trübungen oder ungewöhnlichen Absonderungen. Ich mache das immer während des Kuschelns - so fällt es gar nicht als Untersuchung auf!

Hier mein persönlicher Check-up-Plan:• Wimpern auf richtigen Wuchs prüfen• Lidränder auf Entzündungen untersuchen• Tränenflecken auf Verfärbungen checken• Reaktion auf Licht testen (Pupillen sollten sich gleichmäßig verengen)

E.g. :Tränende Augen beim Hund – was Sie jetzt tun sollten! - lila loves it

FAQs

Q: Ist es normal, dass mein Hund tränende Augen hat?

A: Ja, viele Hunde haben gelegentlich tränende Augen - besonders Rassen wie Pudel oder Shih Tzu. Die Tränen sind wichtig, um die Augen feucht zu halten und Staub oder Haare auszuspülen. Aber Achtung: Wenn die Flüssigkeit gelb oder grün wird, dein Hund blinzelt oder sich oft die Augen reibt, solltest du zum Tierarzt gehen. Wir empfehlen, die Augen regelmäßig zu kontrollieren und bei Veränderungen nicht zu lange zu warten. Übrigens: Die typischen braunen Flecken unter den Augen kommen von einem natürlichen Farbstoff in den Tränen - das ist meistens kein Grund zur Sorge!

Q: Was kann ich selbst gegen tränende Augen bei meinem Hund tun?

A: Bei leichten Fällen kannst du die Augenpartie vorsichtig mit lauwarmem Kamillentee oder speziellen Reinigungstüchern säubern. Wichtig: Nur die Haut behandeln, nichts ins Auge bringen! Für unterwegs sind praktische Tücher wie Angels Eyes® ideal. Wenn dein Hund zu Allergien neigt, können Antihistaminika helfen - aber sprich das bitte vorher mit deinem Tierarzt ab. Bei uns zu Hause hat sich bewährt, die Augen morgens und abends kurz zu kontrollieren und bei Bedarf sanft zu reinigen. So vermeidest du, dass sich Bakterien in der feuchten Haut vermehren.

Q: Welche Hunderassen bekommen besonders oft tränende Augen?

A: Kleine Rassen mit kurzen Nasen und großen Augen sind besonders anfällig. Dazu gehören zum Beispiel Pekinesen, Möpse, Shih Tzus und Malteser. Diese Hunde haben oft flachere Augenhöhlen, wodurch die Tränen leichter überlaufen. Auch Pudel und einige Terrierrassen neigen zu Epiphora. Bei diesen Rassen ist die Pflege der Augen besonders wichtig - wir empfehlen tägliches Reinigen, um Hautreizungen und Infektionen vorzubeugen.

Q: Können Allergien die Ursache für tränende Augen sein?

A: Absolut! Genau wie wir Menschen können Hunde auf Pollen, Staub oder bestimmte Futterbestandteile allergisch reagieren. Die Augen werden dann rot, jucken und tränen stärker. Falls du den Verdacht hast, dass dein Hund Allergien hat, lass das beim Tierarzt abklären. Wir haben gute Erfahrungen mit speziellen Augentropfen und Antiallergika gemacht. Wichtig: Allergien verschwinden nicht von alleine - sie müssen oft langfristig behandelt werden, besonders in der Pollensaison.

Q: Wann muss ich mit meinem Hund wegen tränender Augen zum Tierarzt?

A: Sofort, wenn du diese Warnzeichen siehst: gelb-grünlicher Ausfluss, starkes Blinzeln, Rötungen oder wenn dein Hund sich ständig die Augen reibt. Auch Appetitlosigkeit oder Mattigkeit in Kombination mit tränenden Augen sind Alarmzeichen. Mein Tipp: Lieber einmal zu früh gehen als zu spät! Augenprobleme können sich schnell verschlimmern. Bei unserem Labrador mussten wir mal wegen eines kleinen Hornhautkratzers zum Notdienst - da war jede Stunde wichtig. Besser sichergehen, als später bereuen!

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